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Verwandtschaftlich gehören die Koniferen zu den Nacktsamern (Gymnospermen) und stellen hier eine Schwestergruppe zu anderen urtümlichen Pflanzen, wie dem Ginkgobaum, den Palmfarnen und Welwitschia dar. Nach den neusten molekularsystematischen Befunden haben sich die Koniferen zum einen als ein klar abgegrenzter Verwandtschaftszweig bestätigt, zum anderen haben sich einige Änderungen in der Binnengliederung der Klasse Pinopsida ergeben. Diese betreffen die Eiben, die lange Zeit als eigene Ordnung (Taxales) behandelt wurden und jetzt in die Ordnung der Kiefernartigen (Pinales) eingegliedert werden. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Auflösung der ehemaligen Sumpfzypressengewächse und die Eingliederung der drei zugehörigen Gattungen, Küstenmammutbaum (Sequoia), Riesenmammutbaum (Sequoiadendron) und Sumpfzypresse (Taxodium) in die Verwandtschaft des Wacholders (Zypressengewächse). Spektakulär war die Entdeckung einer neuen Koniferengattung in Australien, über die im Pflanzenporträt (siehe PDF) berichtet wird.

Gemeinsame Merkmale der stets holzigen Koniferen sind die nadel- bis schuppenförmigen und meist immergrünen Blätter, sowie die meist eingeschlechtigen Blüten, deren Pollen oft mit Luftsäcken ausgestattet ist und ausschließlich durch den Wind übertragen wird. Die meist ebenfalls vom Wind verbreiteten Samen entwickeln sich in verholzten zapfenförmigen Gebilden, die aus botanischer Sicht aber nicht als Früchte bezeichnet werden dürfen. Echte Früchte gibt es nur bei den Bedecktsamern, bei denen die Blüten einen Fruchtknoten besitzen, in dem die Samenanlagen bzw. die späteren Samen eingeschlossen sind. Eine Ausnahme bilden fleischige Zapfen, die insbesondere im Bereich der Zypressengewächse (z.B. Wacholder) gebildet werden und die fleischigen Samenhüllen der Eibengewächse (Taxaceae).

Nadelgehölze sind weltweit verbreitet, zeigen aber eine deutliche Tendenz zur Besiedelung kühlgemäßigter Klimaregionen. Nur hier sind sie den wesentlich kälteempfindlicheren Laubbäumen dauerhaft überlegen. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel dafür ist die so genannte Taiga, ein gigantischer Nadelwaldgürtel der die gesamte Nordhemisphäre umspannt und von Fichten, Kiefern, Tannen und Lärchen dominiert wird. Diese besondere Vegetationszone zeichnet sich durch sehr lange, schneereiche und extrem kalte Winter (bis zu -70°C) aus, denen kurze und meist kühle Sommermonate gegenüberstehen. Zu den interessanten Anpassungen der Nadelbäume gehören der schmal kegelförmige Wuchs, der die Gefahr von Schneelast-Schäden mindert und der besondere Bau ihrer ausdauernden Nadelblätter. Diese sind extrem kälteresistent und bleiben selbst bei Minustemperaturen von bis zu -4°C photosynthetisch aktiv. So können die Taigabewohner trotz monatelanger Frostphasen und kurzer Vegetationsperiode überleben und einen vergleichsweise geringen Jahreszuwachs erreichen

Im Hamburger Botanischen Garten werden derzeit etwa 250 Koniferen-Arten, sowie etwa 300 Gartenformen (Sorten) kultiviert. Absoluter Spitzenreiter ist dabei die Gattung Pinus (Kiefer), von der sich 46 Arten und mehr als 60 Sorten in Kultur befinden. Auch Tannen (Abies) und Fichten (Picea) sind jeweils mit mehr als 20 Arten und zahlreichen Kulturformen vertreten. Nach der Zahl der Individuen dominieren die Sumpfzypressen (Taxodium distichum), vor den Araukarien (Araucaria araucana) und den Riesen-Mammutbäumen (Sequoiadendron giganteum). Alle drei zählen zu den eindrucksvollsten Gehölzen im Botanischen Garten und können wegen der Größe ihrer Bestände durchaus als ein Hamburger 'Markenzeichen' charakterisiert werden.

[DISA 03.2015, PDF, Text: Dr. Carsten Schirarend]

 

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